4) Beispiel Grundstoffindustrie

Das Unternehmen:
Die Übernahme durch die Treuhand erforderte, dass das Unternehmen am Markt neu ausgerichtet wurde. Das Werk liegt strategisch günstig im Großraum Berlin, muss aber dezentral geführt werden. Somit war der Aufbau einer so genannten Businessunit-Struktur von Beginn an unerlässlich.

Das Problem:
Im Mutterkonzern war eine zentralistische Planung und Marktbearbeitung üblich. Durch die Entfernung des Betriebes von der Zentrale zum Mutterkonzern muss eine „Sattelitenlösung“ geschaffen werden. Eine Sicherung des Absatzpotentials, wie bei der Mutter, über langfristige Verträge in neuen Märkten fehlte. Zudem war das Absatzprofil qualitätsbedingten beschränkt.

Aufgabe:
• Senkung der gesamten Personalkosten.
• Neuorientierung des Vertriebs.
• Aufbau eines serviceorientierten Vertriebs.
• Einführung von Planung.
• Integration des Werkes in die bestehende Konzernstruktur incl. Umstellung auf SAP R2 und in der Folge Umstellung auf SAP R3.

Lösung:
Durch eine eingehende Kunden- und Produktanalyse konnte das Unternehmen auf das technisch machbare Produktionsprofil ausgereichtet werden. Neue Produkte wurden entwickelt und der Markt konsequent bearbeitet. Zudem hat der Vertrieb den Neubau von vertriebsorientierten Produktionsanlagen angestoßen. Durch Outsourcing und Outplacement wurde das Personal sozialverträglich um 45 Prozent abgebaut.

Benefiz:
Relativ schnelle Auslastung der Gesamtproduktion. Durch Kundenbindungssysteme in den Bereichen Service und Logistik konnte der Absatz gesichert werden. Zusätzlich wurde der Absatz durch die Schaffung von Arbeitszeitmodellen verbessert.

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