2) Turnaround Projekt in der
Grundstoffindustrie
Das Unternehmen:
Das Unternehmen ist ein genehmigtes Rationalisierungskartell
im Düngemittelbereich. Diesem gehören vier Gesellschafter
mit fünf Gesellschafterwerken an. Der Markt war geprägt
durch den Absatz traditioneller Produkte und befand sich in
einem raschen Wandel. Die Werke hatten nur eingeschränkte
Lieferprogramme und konnten die Anforderungen des Marktes
teilweise nicht befriedigen. Die niedrige Zahl der Gesellschafterwerke
und die großen Entfernungen im Vertriebsgebiet verursachten
hohe Logistik- und Vertriebskosten. Über mehrere Jahre
war ein ausgewogenes Ergebnis nur durch einen Gesellschafterzuschuss
in Form von Umlagen der Gesellschafterwerke möglich.
Das Problem:
Aufgrund althergebrachter Strukturen und einer fehlenden Marktorientierung
konzentrierte sich die Muttergesellschaft ausschließlich
auf hochwertige und teure Produkte, die vom Markt aber zunehmend
nicht mehr verlangt wurden. Neue Märkte wie Forstwirtschaft
und spezielle Produkte für Landwirte wurden außer
Acht gelassen.
Aufgabe:
• Kostenreduktion bei den Vertriebsaufgaben.
• Absatzsteigerung und Absatzsicherung.
• Neuorientierung des Vertriebs.
• Erweiterung des Gesellschafter- und Lieferantenkreises.
Lösung:
Durch den konsequenten Ausbau von „Regionalsorten“
wurde der Umsatz gesteigert und durch die Aufnahme der Gesellschafter
in eine Vertriebsgemeinschaft konnte das Absatzpotential erhöht
werden. Außerdem wurde das Absatzprofil erweitert und
die Logistikkosten konsequent gesenkt.
Benefiz:
Durch die Senkung der Logistikkosten und die Erweiterung der
so genannten Freien Feldketten konnte nach drei Jahren erstmal
eine Dividende an die Gesellschaftswerke ausgeschüttet
werden. Erweiterung der Freien Feldketten heißt, die
Produkte wurden direkt vom Werk geliefert, das Kundenbindungspotential
erhöht und der Vertrieb neu strukturiert.
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